Man kann es ja mal probieren…

Sehr geehrter Herr Mey,

ich bin ein großer Fan von Ihnen und liebe Ihre Texte. Genau aus diesem Grund wollte ich Ihnen folgende Geschichte nicht vorenthalten.

Ich bin Student an der Universität Magdeburg und musste diesen Monat einen Antrag auf Förderung über die eigentliche Förderungshöchstdauer hinaus beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung stellen. Nun erinnert mich die Unzahl der auszufüllenden Formulare schon länger an Ihr Lied „Einen Antrag auf Erteilung“ und ich war schon häufiger versucht den Unterlagen noch alles mögliche andere beizufügen. Da aber die Sachbearbeiterinnen nicht viel für die Bürokratie können, widerstand ich der Versuchung stets. Nun musste ich dieses Mal ein paar Formulare beifügen, welche meine Eltern erst noch unterschreiben mussten, und schickte diese daher in meine Heimatstadt nach Ostfriesland. Schnell bekam ich die Antwort von meinen Eltern und dachte auch nicht weiter drüber nach, sondern packte diese, mit anderen Unterlagen, in einen neuen Briefumschlag und brachte diesen zum Amt. Allerdings hatte ich ich dem Brief an meine Eltern eine Notiz beigelegt, da sich Eltern ja immer über persönliche Mitteilungen freuen. Diese Notiz lautete ungefähr wie folgt: „Legt am Besten noch Parkausweis und Wäschebon dazu, man kann ja nie wissen!“ Es ist nicht schwer zu erraten, woher ich diese Idee hatte, oder? Was ich aber nicht ahnte war, dass meine Mutter diese Notiz ebenso lustig beantworten würde und den Unterlagen folgendes beilegte: mein Freischwimmerzeugnis, mein Zeugnis aus dem ersten Schuljahr und eine Notiz mit den Worten „Wäschebon hatte ich nicht mehr, aber vielleicht hilft es ja!“
Sie meinte es ebenso lustig, wie ich meine Notiz meinte. Aber vielleicht ahnen Sie es bereits, ich habe diese Extradokumente nicht gesehen und sie somit mit an das Amt geschickt. Dementsprechend entgeistert war ich, als meine Mutter am Telefon fragte, ob ich mich denn über den kleinen Scherz gefreut hätte. Hätte ich mich sicher, wenn ich es denn bemerkt hätte. Nun bleibt abzuwarten, was das Bafög-Amt dazu sagt. Ich bin gespannt.

Nach dem ersten „Schock“ amüsierte mich die Geschichte allerdings so sehr, dass ich sie in meinem Blog erwähnen musste ( flint.rpgaur.de ). Ich habe im Entsprechenden Eintrag ( http://flint.rpgaur.de/?p=168 ) ihren Liedtext zitiert. Da ich die Bestimmungen auf Ihrer Internetseite gelesen habe, wollte ich Sie darüber informieren und Ihnen gleichzeitig die Geschichte dahinter erzählen. Vielleicht amüsiert sie Sie ja ein bisschen. Falls sie Interesse an der Reaktion des Bafög-Amtes haben, so lassen Sie es mich wissen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

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