ô.Ô

Wie man am Beitragstitel sieht, bin auch ich nicht frei von Auswüchsen der „Internetsprache“. Manches erweist sich einfach als sehr praktisch um die eingeschränkte Kommunikationsform Internet besser zu nutzen. Was ich allerdings nie verstehen werde iSt dIEsE ÄuSseRst NervIge anGeWohnHEit sTändiG zwischEn GROß- und kleinbuchstaben zu WeChSeLn und die eher „lautmalerische Schriftform“, die wahrscheinlich irgendeinen coolen Slang imitieren soll, dabei aber nur noch lächerlich wirkt. Warum ich darüber schreibe? Weil ich eben über ein besonders schönes Beispiel gestolpert bin.

Über die „frisch gebloggt“ Anzeige bei WordPress gelangte ich zum Blog einer jungen Dame aus Bayern. Schon ihr gewählter Nickname zeigte eine srtaunlich kreative Buchstabenfolge, aber die Einträge toppten alles. Einen Link gebe ich nicht, ich zitier nur mal.

Haii leute ich schwör man
lasst euch nie so verarschn von euren freunden
okay
wie ich mich von einer gewissen freundin verarschn
lassn hab
ich sag ihren namen
etz nich
die jenige weiß schon wenn ich mein
nur wega ihrer dummen
fotzen freundin
Sandra jah
boa ey ich könnt
kotzn mit der
behindertn
drecksau alda
ich hasse dieses mädch
naund ich bin wenigstens ehrlich im gegensatz zu anderen leuten
was kann ich dafür das ich so bin
das wenn mir eina nich past das ich ihm des dann sag

die Zeilenumbrüche stammen nicht von mir und auch ansonsten ist das alles eine genaue Kopie ihres Eintrages. Auch ich bau in meinen Blog und Foreneinträgen ja mehr Fehler ein, als ich sollte und mich nervt das ziemlich. Aber wie kann man freiwillig so schreiben?

Auch „schön“:

Haii Leute die Lieda sind so gail man bitte hört die euch an man sow gail
oke Li3b 3uch

Okay, ihr „Profil“ sprach auch irgendwie Bände. So ein typisches Profil mit den üblichen „Lieblings…“-Kategorien. Die Frage nach ihrem Lieblingsbuch tat sie mit der Frage ab, ob es sowas überhaupt gäbe, ihr Lieblingssport ist „Keine Ahnung“, aber dafür scheint sie ein kulinarisch sehr bewanderter Mensch zu sein. Ihr Lieblingsessen gliederte sich nämlich wie folgt:

Amerikanessen · Chinaessen · Deutschesessen · Mexikanessen

Wenigstens hat sie an die Genitivendung beim deutschen Essen gedacht…

Ich hoffe ich bekomme irgendwann einmal heraus, was diese sprachlichen Auswüchse eigentlich bedeuten (sollen) und warum manche Jugendliche und auch noch junge Erwachsene so darauf abfahren…

0 Gedanken zu „ô.Ô“

Kommentar verfassen