Vom alkoholfreien Bier zur alkoholfreien Zone

Wie man in der Volksstimme lesen konnte ist eine alkoholfreie Zone für Magdeburg beschlossene Sache. Genauer: auf dem Hasselbachplatz (nebst Teilen der Nebenstraßen) soll das Trinken von Alkohol außerhalb von Gaststätten verboten werden. Genaue Details sind noch nicht so wirklich bekannt, aber dennoch regen sich die Leute schon köstlichst auf. Auch in Studierendenkreisen wird das Thema beredet. Und dort treffen verhärtete Fronten aufeinander.

So finden viele, dass sie durch ein solches Verbot in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt werden. Frei nach dem Motto „Schon schlimm genug, dass ich in Bars nicht meine eigenen Getränke trinken darf, sondern da was kaufen muss! Nun darf ich nicht einmal mehr Alkohol trinkend auf der Straße rumstehen!“

Ja, das ist schon ein Skandal. Und natürlich versteht keiner, wie „der Staat“ (ja, das sagen tatsächlich welche), bzw. die Stadt Magdeburg so etwas verabschieden kann. Hm, vielleicht weil es Abends am Hassel wirklich nicht so angenehm ist, wenn man zwischen leeren Flaschen und Besoffenen jeglicher Couleur durchmanövrieren muss. Natürlich ist es doof, wenn die „Mehrheit“ unter einer „Minderheit“ zu leiden hat. In diesem Fall: Die Mehrheit der Leute, die mit Alkohol umgehen können, müssen unter der Minderheit derjenigen, die eben dies nicht können, leiden. Bleibt natürlich stets die Frage warum diejenigen, die sich jetzt über das Verbot aufregen, sich nicht vorher mal über die betrunkenen Vollidioten aufgeregt haben.

Wobei: Manche gehen mit so einer bornierthen Einstellung und einer solchen Paranoia an das Thema heran, dass man sich fragt, ob sie nicht selbst eher zu den Vollidioten gehören. Aber diese Errichtung einer Alkoholverbotszone ist wirklich übertrieben. Man sollte eher so etwas wie diese „Raucherrechtecke“ auf den Banhöfen einführen. Ihr kennt diese gelblich umrandeten Flecken in denen die Raucher stehen dürfen? Sowas sollte man am Hasselbachplatz einführen, allerdings unterteilt nach Alkoholsorten. So könnte man gleich das Trinkverhalten (was wird von welcher Gruppe in welchem Maß getrunken) analysieren und die umliegenden Kneipen könnten ihr Angebot auch gleich entsprechend anpassen. Außerdem könnte man Studien betreiben welches Alkoholgetränk welches Maß an Agression hervorruft, bzw. welche Kombinationen welchen Einfluß auf die Trinker haben. Damit wäre der Wissenschaft sicher geholfen und Magdeburg auch.

0 Gedanken zu „Vom alkoholfreien Bier zur alkoholfreien Zone“

  1. pssst, bei der Bahn ist doch schon absolutes Nichtrauchen angekommen. Die gelben Flächen gibts damit auch schon nicht mehr. Genauso wie die Lila Pause, die kennt in 100 Jahren auch keiner mehr 😉

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