Geschenke

Eigentlich habe ich es ja schon länger aufgegeben, mich über die Weihnachtsgeschenke einiger Verwandter zu wundern. Ich weiß, dass ich von denen immer irgendetwas „total praktisches“ bekomme.

In den letzten Jahren gab es da zum Beispiel einen modernen Nußknacker, den ich seitdem öfters mal als Hammer benutzt habe, Socken, Boxershorts und einen Rauchmelder. Dieses Jahr haben sie sich allerdings selbst übertroffen. Es gab ein Nudelsieb aus Metall und einen völlig überdimensionierten Flaschenöffner, womit dann auch sämtliche studentischen Klischees abgedeckt wären. Nudeln und Bier. Als die beiden Sachen ausgepackt waren, blieb aber noch ein hübsch verpacktes, an eine Flasche erinnerndes Geschenk übrig. Ich freute mich schon, dass ich zum Flaschenöffner auch noch die passende Flasche Alkohol bekomme und öffnete voller Vorfreude das Geschenk. Es war tatsächlich eine Flasche…mit Drehverschluß…1 Liter Frostschutzmittel für mein Auto. Ja, richtig gelesen. Eine Flasche Frostschutzmittel.

Ich weiß, wenn die Temperaturen wider Erwarten doch noch ins Bodenlose sinken und niemand mehr seine eingefrorenen Autos gestartet bekommt, dann werde ich weiterhin in der Lage sein, milde lächelnd, durch die gegend zu fahren. Denn ICH habe FROSTSCHUTZMITTEL geschenkt bekommen! Jawoll!

Oder ich verdiene ein Vermögen damit, dass Frostschutzmittel zu horrenden Preisen zu verkaufen.

Natürlich könnte ich damit auch ein hübsches Feuer machen, falls ich mich über Nacht in der ostfriesischen oder sachsen-anhaltinischen Pampa verirre und im Freien übernachten muss.

Ja, so etwas in der Richtung werden sie sch wohl gedacht haben, als sie mir das Geschenk gekauft haben…

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