Uniball: Eindrücke

So, erstmal einen „Disclaimer“ vorweg:

Nein, ich habe nicht gewonnen.
Nein, ich bin deswegen nicht pissig, denn mein Vorschlag hat gewonnen. Und da ich nur Leute vorschlage, die es auch verdient haben gibt es keinen Grund sauer zu sein.
An dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch, du hast es verdient!

Der nachfolgende Eintrag wäre nahezu genau so erschienen, auch wenn ich gewonnen hätte, also stellt eure Unkenrufe wieder ein.

Das Rahmenprogramm ging erstaunlich schnell über die Bühne, ich war wirklich überrascht. Über die Worte des Rektors mag man streiten, aber der Seitenhieb mit der Zweitwohnsitzsteuer war recht lustig. Über manche Preisträger mag man auch streiten, vor allem, wenn man von der FGSE kommt (ich sag nur Tagung der Wirtschaft- und Sozialwissenschaften ohne die Sozialwissenschaften) und die Begründungen gehört hat, andere hingegen haben es durchaus verdient.

Am Interessantesten war es allerdings, sich in aller Ruhe umzugucken. Um einen herum nur aufgebrezelte Leute; Studenten, Dozenten und andere gleichermaßen. Es ist wirklich erstaunlich wie affektiert manche Leute, auch Studenten, essen können. Ich selbst musste mir ja erstmal erklären lassen wann ich welches Glas und welches Besteck benutzen kann und soll. Andere hatten das schon besser drauf, genau wie die arroganten Blicke, die so manch einer dem Personal zugeworfen hat. Fand ich persönlich etwas befremdlich und überzogen, aber bei den Preisen wird wohl etwas Arroganz gegenüber dem Personal erlaubt sein. Oder?

Warum das Uniradio gerade beim lautesten und vollsten Walzertakt damit anfangen musste Preisträger zu interviewen erschließt sich mir nicht ganz.

Ein schöner Anker der Nomalität waren die Bediensteten, die in „Straßenkleidung“ oder Latzhosen alle naselang durch die Masse der Abendgarderobe huschten. Am herrlichsten war der junge Mann mit seinen Getränkekisten.

Die Praktikantin schien sich auch zu amüsieren. Im Vorraum unterhielt sie sich sogar kurz mit dem, Chanson-Duo und riet der sympathischen Sängerin von Gel-Einlagen in Schuhen ab. Autogramm gab es leider nicht.

Die Geschenkpatenschaften schienen auch gut zu laufen. Darf man sich eigentlich fragen, was mit den Bergen an übriggebliebenem Essen passierte?

Der Zander war kein Zander, sondern Huhn.

Aber das Ambiente sorgte schon für eine interessante Grundstimmung. Gefläzt in einen Ledersessel, die Beine lässig übereinander geschlagen, auf dem Tisch eine Flasche „Selters“ (war eigentlich Gerolsteiner) für den Preis von Sekt…da fühlt man sich gleicht einfach nur wichtig. Gut, mit Whiskey und ’ner guten Zigarre wäre es noch besser gewesen und ich hätte wohl mal die unergründlichen Tiefen des „Networking“ ergründen können, aber so war auch auch gut.

>>Und? Für Studenten ist es hier langweilig, oder?<<, tönte es plötzlich von hinten. >>Letztes Jahr war es besser. Da hatten wir noch einen anderen Saal und da wurden so 60er und 70er gespielt. Das war wenigstens vernünftig tanzbar, nicht Rumba und so’n Mist wie heute Abend. Ich glaub ich hab meinen Mann verloren!<< sprach es und ging ab. War, glaube ich, eine Dozentin von den Medizinern oder so.

War lustig, aber ich glaube nicht nochmal…

0 Gedanken zu „Uniball: Eindrücke“

  1. Klar war der Zander kein Zander…ich war ja auch nich da…okay, Flachwitz gemacht *abhak*
    Mist, jetzt fällt mir nix mehr ein, weder sinnvoll, noch -los. Tjaha…das kommt davon, wenn man im persönlichen Gespräch so Dinge wie den Inhalt von Blogposts erfährt…

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