Neuerungen ja, aber zu welchem Preis?

Ich hab ja schon einmal etwas über „Die Redner“ erzählt, diese lustige Subspezies der Gattung Mensch. Allerdings habe ich bei all dem Reden die genaue Betrachtung dieses Menschenschlages an einigen Stellen etwas vernachlässigt. Dafür entschuldige ich mich natürlich und versuche hier und jetzt eine tiefergehende Betrachtung nachzureichen.

Die Redner sind natürlich nicht völlig handlungsunfähig. Wenn sie einmal kurz mit ihren Reden innehalten, entweder weil ihnen gerade keiner zuhört oder weil ihnen gerade nichts einfällt, sind sie durchaus zu halbwegs konstruktiven Taten fähig. Nur vergeigen sie es dann meistens bei der Prioritätensetzung. Sie setzen die Priorität dann nämlich auf kurzfristig angesetzte Vorhaben und nicht auf langfristig geplante und kurz vor der Vollendung stehende Vorhaben. Dass dadurch die Vollendung der langfristigen Vorhaben in Gefahr gerät scheint sie dabei wenig zu stören.

Eine mögliche Erklärung hierfür könnte eine Erkenntnis sein, die in einem lichten und vor allem stillen Moment den Rednern gekommen ist: Vorhaben oder Neuerungen sind mit Arbeit und Aufwand und Aufwand verbunden. Arbeit (Handlungen) sind anstrengend. Wenn man sich also anstrengen muss, dann doch bitte in erster Linie für sich selbst und nicht für andere. Der eigene Nutzen muss stets den Nutzen für andere übersteigen. Dementsprechend sind die favorisierten Arbeiten auch nur für Die Redner selbst gewinnbringend. Arbeiten, die auch anderen etwas bringen stehen nicht so hoch im Kurs und können daher auch genau so gut von den anderen erledigt werden. Somit bleibt auch wieder mehr Zeit für Reden und Egoismus.

Mir soll es recht sein, will ja keiner, dass Die Redner noch mehr Gründe zum jammern finden.

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