Textverständnis und Aufgabenbearbeitung

„Hilfe, ich komme mit dem Text nicht zurecht!“ Solche Aussagen hört man im Studium recht häufig, besonders gerne wenn es daran geht mittelhochdeutsche Texte zu übersetzen. Auch ich hatte und habe damit häufiger so meine Probleme, aber wenn ich mich dann doch an so einem Text versuche, dann versuche ich mich daran und sitze nicht in einem unruhigen Raum, wechsel alle naselang das Thema und konzentriere mich überhaupt nicht. Wenn mir nach Smalltalk der Sinn steht, dann lasse ich meine Arbeit ruhen und gebe mich dem Smalltalk hin. Und wenn ich der einzige bin, der arbeitet, dann stehe ich vor der Wahl: entweder ich verlasse den unruhigen Raum und ziehe mich in eine ruhige Ecke zurück oder ich sorge, durch mehr oder weniger nette Appelle, dafür, dass die unruhigen Geister Ruhe finden. Ich kann mich natürlich auch der Unruhe hingeben oder es ignorieren, dass jemand Ruhe braucht. Wenn ich diese Variante bevorzuge muss ich mich aber entweder nicht zum Arbeiten hinsetzen oder ich sollte mir mal Gedanken über meine Umgangsformen machen. In meiner Sozialisation wurde es als unhöflich angesehen andere bei der Arbeit zu stören. Aber es ändert sich ja viel in der heutigen Zeit. Studenten wollen lieber Dünnpfiff reden, als zu arbeiten oder andere arbeiten zu lassen und dezente Anspielungen derjenigen, die dann doch mal etwas zu tun haben, werden nicht verstanden und ignoriert. Wie Diamanten kommen einem diejenigen vor, die es verstehen, wenn man seine Ruhe braucht und demenstprechend ihre Gesprächslautstärke auf ein ordentliches Niveau herabsenken. Auch die Raucherpausen der Gesprächsführer lernt man schätzen, wie ein Verdurstender das Wasser. Nur leider dauern diese Pausen nie allzu lange und höfliche Menschen sind auch in der Unterzahl. So bleibt einem meistens nur die Flucht oder die Nachtschicht. So bleibt auch heute Nacht das Bettchen kalt…was will man mehr?

Kommentar verfassen