Neue Plage entdeckt: Studenten, die etwas lernen wollen

Es ist erstaunlich, was man so alles mitbekommt, wenn man mit offenen Ohren durch die Uni läuft. Die großen und kleinen Probleme der Studenten und Studentinnen. Hinweise auf, mehr oder weniger, kulturelle Veranstaltungen. Die Bettgeschichten vom letzten Wochenende und so weiter und so fort. Was mich dann allerdings langsam stutzig machte, war ein Gesprächsthema von dem ich vorher nur über Dritte gehört hatte. Ich wollte es nicht so recht glauben, bis ich es eben selbst erlebte.

Seitdem das Semester angefangen hat muss eine Lehrkraft einen Kurs mehr anbieten und gerüchteweise hat diese Lehrkraft dieser Umstand nicht sonderlich erfreut. Nun gut, sie wird dafür bezahlt, da muss man mit sowas wie „Arbeit“ schon rechnen. Aber gerüchteweise hat man dieser Lehrkraft erst kurz vor Semesterbeginn offeriert, dass sie halt, wenn sie schon eine Gehaltserhöhung bekommt, für ein zusätzliches Lehrangebot zu sorgen hat. Aber dies sind alles nur Gerüchte, das folgende habe ich vor ein paar wenigen Minuten aber tatsächlich selbst gehört…

Besagte Lehrkraft, eine Frau (erwähnte ich das schon?), lief mit einer anderen jungen Dame über den Flur zu ihrem Büro in welchem sie eigentlich schon seit knapp 10 Minuten hätte sein sollen. Sie unterhielt sich in normaler Lautstärke mit der anderen über ihren Kurs, den sie ja jetzt neu anbieten musste (insgesamt gibt sie 2 Kurse an der Uni). Aber sie unterhielt sich nicht über etwas inhaltliches, sondern beschwerte sich darüber, dass ihr Kurs zu voll sei! Nicht, dass das ein neues Problem sei, aber dass diese Lehrkraft sich darüber beschwerte scheint die Gerüchte zu bestätigen. Denn anstatt einen gütlichen Weg zu suchen das Problem der Kursgröße zu bewältigen, hat sich diese Dame wohl mehrere Möglichkeiten ausgedacht die Kursgröße zu verkleinern.

1. Rauswurf aller Erstsemester

2. Rauswurf aller, die einen bestimmten anderen Kurs noch nicht besucht haben

(soweit so gut, alles noch relativ nachvollziehbar)

3. Blockung der Einzeltermine. 6 Termine…jeweils Samstags von 9:00-12:00!

Erstsemester rauszuwerfen (die den Kurs eh noch nicht besuchen sollen) und bestimmte Grundkenntnisse vorauszusetzen ist ja an sich in Ordnung. Aber Leuten, die den Kurs ja vielleicht sogar wirklich brauchen) auch noch Samstagstermine aufzudrücken geht, meiner Meinung nach, etwas zu weit. Mal ganz davon abgesehen, dass es an der Kursgröße (laut Aussage der Lehrkraft) nicht wirklich etwas geändert hat! Sie schien ganz entsetzt darüber! Studenten, die so engagiert sind (oder einfach unter dem Zwang der Prüfungsordnung stehen), dass sie sich selbst von solchen Schikanen (denn nichts anderes ist es) abschrecken lassen! Ist das zu fassen?

Aber der dicke Hammer kommt wie immer zum Schluss:

1. Trotz des offensichtlichen Misserfolges der Schikanen bleibt der Kurs geblockt Samstags

2. Die Lehrkraft ist selbst noch Studentin, wobei sie ja scheinbar lieber etwas für die schlechten Umstände an der Uni tut , als dagegen

Hut ab vor so viel Verständnis und Kollegialität! Ich neige mein Haupt…

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