Bitte Klogänge mit dem Orgateam abstimmen

Es gibt in Deutschland wirklich grandiose Projekte, die das Leben einzelner Gruppen der Gesellschaft verbessern könnten. Wenn da nicht die deutsche Gründlichkeit wäre. So verlaufen sich manche Projekte in einem Wirrwarr von bürokratischem Unsinn. Selbst Reinhard Meys „Antrag auf Erteilung eines Antragformulars“ wirkt wie der reine Urlaub, im Gegensatz zu den wirklichen Irrungen und Wirrungen denen sich engagierte Menschen gegenüber sehen.

So gibt es Projekte, die an einer Einrichtung ins Leben gerufen wurden und auf diese Einrichtung zugeschnitten wurden. Nun will dieses Projekt aber expandieren. Ist ja nicht weiter das Problem, wenn sich dieses Projekt, bzw. seine Leiter, nicht als herzerfrischend unflexibel herausstellen. So wird versucht die Schablone, welche bei Einrichtung A funktioniert hat, auf Einrichtung B, C usw. anzuwenden. Allerdings wird dafür die Schablone nicht verändert, obwohl jedem klar sein dürfte, dass die unterschiede zwischen den Einrichtungen in den verschiedensten Bereichen liegen. Von Größe, Form des Gebäudes über den Namen bis hin zum Selbstverständnis liegen zwischen den einzelnen Einrichtungen zumeist Welten.

Trotzdem wird lieber ein ominöses Corporate Design angelegt, welches lieber starr, denn flexibel gehandhabt wird, anstatt etwas neues auf Grund der früheren Erfahrungen zu schaffen. Also etwas zu schaffen, was auf die neue Einrichtung passt und auf die neuen Anforderungen. Wäre ja auch zu einfach. Dann müsste man ja auf die Leute in der neuen einrichtung vertrauen. Man müsste darauf vertrauen, dass diese Menschen ihr Fach und ihre Einrichtung verstehen. Ihr Fach und ihre Einrichtung vor allem besser verstehen, als die Projektleiter aus Einrichtung A! Denn A hat nur sehr selten etwas mit B zu tun. Aber nein, aber nein. Alles, was B macht muss vorher mit A abgesprochen werden! So etwas nenne ich Flexibilität! Damit verkürzt man die Wege und die Bearbeitungszeiten! Aber Vertrauen in B zu setzen wäre wirklich zu einfach, ich verstehe das. Also vermiest man den engagierten Menschen aus Einrichtung B lieber das Ganze, hat aber dafür das tolle, und völlig falsche und unberechtigte, Gefühl weiterhin King of the Koppel zu sein. Schöne neue Welt, schöne neue Elite! Zu gut, dass ich mir das nicht geben muss…aber da ich ein netter Mensch bin und gerne dazu bereit bin andere in ihren abgehobenen Verhaltensweisen zu unterstützen:

„Liebe Leiter des Projektes. ich bitte hiermit gnädigst um Erlaubnis diesen Blogeintrag zu beenden und das Klo aufzusuchen!“

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