Von Hamstern und Liebesbezeugungen

Es ist schon interessant, welche Möglichkeiten die heutigen Kommunikationsmittel bieten. Vor allem die ganzen Messengerdienste haben es mir besonders angetan. Vor allem zu nächtlicher Stunde zeigen sich bei Gesprächen über diese Dienste die erstaunlichsten Stilblüten. Da wird freudig über Gott und die Welt, die aktuelle politische Tageslage, sowie bevorzugte sexuelle Spielarten geredet, völlig ohne schlechtes Gewissen oder andere Allüren. Das WWW ist auch gleich nebenan und so kann man bei Bedarf natürlich auch die Internetseiten, passend zum Thema austauschen. 😉

Manchmal kommen aber auch Gesprächverläufe zu Stande, die man sich gar nicht ausdenken könnte, weil einem die Fantasie dazu fehlt. Die richtig guten Geschichten schreibt halt das Leben selbst. So berichtete mir eine Bekannte, dass sie, just während des Gespräches , versuchen würde Fingerabdrücke von ihrer Maus zu nehmen. Über die genaueren Gründe hierfür will ich mal nicht weiter spekulieren, doch ich fragte mich zuerst schon was sie denn jetzt genau meine. So entstanden vor meinem inneren Auge verschiedene Bilder. Puderte meine Bekannte gerade ihre PC Maus ein? Oder steckte mehr dahinter? Hatte sie just in diesem Moment eine Schreibtischlampe auf ihr Haustier (ich erinnerte mich wage daran, dass sie einen Hamster/eine Maus oder so hatte) gerichtet, mit einer Zigarette im Mundwinkel und abschätzendem Blick? was hatte das arme Tier angerichtet, dass jetzt versucht wurde an seine Fingerabdrücke ranzukommen?

„Wo warst du letzte Nacht zwischen 2 und 3 Uhr?“ – „Fiep?“

Als sich gerade das Bild von Richterin Fiffi Hund und dem Fall des verschwundenen Hamsterrades vor meinem inneren Auge aufbaute, beruhigte mich meine Bekannte und meinte, es hätte sich tatsächlich um die PC maus gehandelt und an der Idee wäre ein gewisser Jack Schuld. Ich glaube, ich weiß was sie meint… 😉

In einem anderen Gespräch habe ich gelernt, dass es für mangelnde Rechtschreibung (egal aus welchem Grund) auch eine politisch korrekte Bezeichnung gibt. Man schreibe dann halt immigrantisch! Das klingt jetzt für manche böser, als es eigentlich gemeint war, keine Sorge. Aber es gibt zu später Stunde Anlaß zu anderen Gedankengängen.

Warum wurde aus der Süßigkeit, die das aus einem macht, was der Herstellername schon besagt, der Schaumkuss? Warum keine afroeurpäische Liebesbekundung?

Warum heißt der Mannschaftsraum in den Fahrzeugen mancher Organisationen immer noch Mannschaftsraum und nicht Mitgliedsraum?

Warum dürfen nur männliche Träger von Atemschutzgeräten keinen Bart haben?

Meinen wir es vielleicht doch nicht so ernst mit der political correctness?

Oder ist dies alles nur dem nächtlichen Wahnsinn zuzuschreiben, dem wir so oft verfallen?

Egal, was es nun ist. Ich wünsche eine angenehme Nacht, bis demnächst in den chtonischen Gefilden 😉

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