Leben nach dem Tod im Schrank

Erinnert ihr euch an das letzte Gedankenspiel? Die Rumhängerei im Schrank? Nehmen wir dieses Gedankenspiel mal wieder auf. Hier häng ich jetzt also, umgeben von Staubflusen (meinen Favoriten), toten Ratten und manchmal ein paar Spinnen, die versuchen mich in eine überdimensionale Zuckerwatte zu verwandeln. Klingt alles nicht sonderlich interessant, aber ich hab vor kurzem herausgefunden, dass der schrank Internetzugang hat. Gut, hätte mich nicht weiter wundern dürfen, aber es war eine willkommene Abwechslung. So konnte ich doch endlich mal herausfinden, wie man am Besten Staubflusen kultiviert, wie man tote Ratten zur Verschönerung des Schrankes benutzt und vor allem: Was der Rest da draußen so macht. Dies tat ich dann also und fragte mich sehr schnell „war ich auch so, als ich noch nicht im Schrank war? Hab ich etwa auch so viel auf wenige Zeichen im Internet gegeben? Hatte ich keine anderen Probleme?“

Ich glaube manche Leute ahnen gar nicht wie schön es sein kann, einmal wieder seinen Geist zu beschäftigen. Da werden in Foren lächerliche Themen besprochen und alle tun so, als würde es um den Stein der Weisen gehen! Wenn die wüssten, was wirkliche Probleme sind! Morgens aufwachen und feststellen, dass man aussieht wie eine Zuckerwatte vom Rummel. DAS sind Probleme, liebe Leute!

Aber ich glaube ich sollte den Internetzugang nicht wieder so häufig benutzen, sonst fang ich noch an mir Gedanken über nicht erfolgte Einladungen, Locations und Klischees zu machen. Also über die wirklich, wirklich wichtigen Dinge im Leben…und so…

Dann doch lieber Staub, Ratten…und meinetwegen auch diese blöden Spinnen. Besser Zuckerwatte, als geistige Umnachtung! Besser Schrank als Loyalität!

Und nein, ich nehme keine Drogen, sowas gibt es in meinem Schrank nicht!

Kommentar verfassen